Hardcore Techno und Gabber(s)

An dieser Stelle findet ihr meinen Text über Hardcore Techno und Gabber(s); kein Standardtext wie er so häufig im Internet zu finden ist. Ohne Zweifel, dieser Text ist sehr PCP-lastig, doch sollte man nie vergessen, was dieses Label eigentlich musikalisch geleistet hat. Aufklärung darüber kann nicht schaden, da viele Leute (leider) ohnehin größtenteils nur nach Rotterdam & Co. schielen und über vergangene relevante Ereignisse überhaupt nicht Bescheid wissen.

Die weiß und kursiv dargestellten Zitate (von mir auf diese Weise formatiert) zählen bei den Auflistungen unter "Die letzten Änderungen" nicht als eigene Absätze.

Hardcore Techno ist das härteste Techno-Genre mit einer Vielzahl unterschiedlicher Subgenres wie z.B. Happy Hardcore, Terror, Doomcore oder Speedcore. Allgemein wird angenommen, das Hardcore Techno vom Deutschen (dessen Großvater Georgio Italiener ist (1)) Marc Trauner aus Frankfurt am Main, vielen besser bekannt als Marc Acardipane, erfunden wurde. Als erster Hardcore Techno-Track gilt sein größtenteils industriell klingendes "We Have Arrived", das unter dem Pseudonym "Mescalinum United" auf dem Label Planet Core Productions (PCP) veröffentlicht wurde. Allerdings gab es 1990 mindestens einen weiteren (in der Szene unbekannten) Hardcore Techno-Track namens "Erase Your Mind" des belgischen Produzenten Dilemma. Welcher Track nun zuerst erschien ist nicht bekannt und es ist natürlich auch nicht auszuschließen, das noch weitere Hardcore Techno-Tracks in oder vor dieser Zeit erschienen. Ebenfalls im Jahre 1990 veröffentlichte der Afroamerikaner Robert Woods alias Robert Armani (den Namen "Armani" bekam er von weiblichen Fans in Italien, weil er gerne Designerkleidung trug (2a)) aus Chicago, den Jumpstyle-Track "Armani Trax" - noch ohne Hardcore-Techno-Beat. Vorerst aber zurück zu Marc Acardipane: Das Label PCP gründete Acardipane bereits im Jahre 1989 zusammen mit seinem Kollegen Thorsten Lambart (alias Don Demon/Slam Burt), nachdem sie mehrere Absagen von diversen Labels erhalten hatten, die ihre Musik nicht veröffentlichen wollten. Später gründetete die PCP-Crew um Acardipane auch Planet Core Distribution (P.C.D.), den eigenen Vertrieb mit 4-5 Mitarbeitern (2b), der später auch Platten des hamburger Labels Nordcore Records vertrieb, und besaß einen ausschließlich auf Hardcore Techno spezialisierten (3) Plattenladen namens "No Mercy Records" (so hieß später auch eines der vielen Unterlabels von PCP). Dieser Laden musste jedoch schon nach ein 1 bis 2 Jahren wieder geschlossen werden, da die Verantwortlichen Pleite gingen (3). Lustigerweise trugen Acardipane und Lambart bereits 1991 Bomberjacken sowie Kurzhaarfrisuren (4), dies hatte jedoch keinen Zusammenhang mit irgendeiner Szene (3). Wie viele wohl bereits wissen, wurde nämlich genau dieses Aussehen ca. 1994 in den Niederlanden unter Gabbers populär (7) und hatte sich dann in auch in anderen europäischen Ländern weiterverbreitet. Marc Acardipane veröffentlichte schon Anfang der 90iger viele Tracks, aber trotzdem dauerte es eine Weile bis er und das Label PCP zu bekannten Namen in der Gabberszene wurden.

Jene Gabberszene, deren Anhänger, die Gabbers (Gabber ist ein niederländisches Wort, das sich vom jiddischen und hebräischen Wort "Khaver" ableitet und Freund bedeutet (5), ausgesprochen "chabböhr" - klingt schnell ausgesprochen manchmal wie "chabböh"/"chabba" - mit einem "ch" wie in dem Wort "Buch", Aussprache von "Khaver" siehe hier) sich dem Hardcore Techno verschrieben hatten, entstand im Jahre 1991 in Rotterdam (6). Entgegen vieler anders lautender Behauptungen, sind Gabbers nicht mit der Hooliganszene verwandt (7) und die ersten Gabbers waren auch in keinster Weise uniformiert und "martialisch" (Bomberjacke, Glatze, Tarnfarbenhose z.B.), sondern eher "normal", farbenfroh gekleidet. Einen festen Kleidungszwang gab es nicht (6). Manche der Gabbers fingen irgendwann einmal an, (bunte) Trainingsanzüge der Marken Cavello und Australian zu tragen, was später auch zum Trend wurde. Zwischen manchen rotterdamer und amsterdamer "Gabbers" herrschte eine Rivalität, die es jedoch schon zuvor gab (7), möglicherweise aufgrund der Fußballrivalität der Vereine Ajax Amsterdam und Feyenoord Rotterdam oder weil die Rivalität zwischen der Touristenstadt Amsterdam und der Arbeiterstadt Rotterdam "Tradition" ist. Radikale linke oder rechte Politik oder Rassismus spielten in der Gabberszene keine Rolle (6). Wie auch in der Technoszene, nahmen mehrere Gabbers Drogen.

1991 war auch das Jahr, in dem bereits das Label Industrial Strength Records (ISR) vom New Yorker Leonardo Didesiderio (alias Lenny Dee, der auch italienische Vorfahren hat) gegründet wurde, welcher prompt im selben Jahr Marc Acardipanes "We Have Arrived" sowie dessen düsteren Techno-Track "Nightflight (Nonstop 2 Kaos)" auf ISR veröffentlichte. Richtig bekannt geworden ist Dees Label auch erst etwas später durch Veröffentlichungen wie z.B. "The Blood Of An English Muffin EP" und "Fuckin Hostile". 1991 erschienen weitere Hardcore Techno-Tracks aus Frankfurt a.M., wie z.B. "White House (Step Into 'Da Core Remix)" von Atom Heart (geremixt von The Mover im Oktober 1991 (8a)), Delirium Posses acidlastiger Track "+3 (303 Arrival)" (gemixt von The Mover im November 1991 (8a)), "Ey Dude (Totally Fucked Up Mix)" von Nasty Django, T-Bone Castro's "Hilltop Hustler (I'm The 1 & Only)" (gemixt im Juli 1991 (8a)), The Movers "Into Wasteland" sowie sein Breakcore-Track "Reconstructin' Instructions" und die beiden Doomcore-Tracks "Gatecrusher" und "In Deep Rage". Aus Großbritannien folgte Richard D. James alias (The) Aphex Twin mit seinem düsteren und acidlastigen Breakcore-Track "Isopropophlex", dessen Beat/Offbeat später von diversen Hardcore Techno-Produzenten gesamplet wurde (u.a. Bass-D & King Matthew, Smash und Taciturne), und 2 unbetitelten Tracks - der erste Gabber, der zweite etwas industriell klingender acidlastiger Hardcore Techno (Acidcore) - seiner Platte "AnalogBubblebathVol2". Der Niederländer Terrace veröffentlichte auf seiner Platte "In-Motion" (Djax-Up-Beats) einen komplett melodielosen, unbetitelten Hardcore Techno-Track, wie ihn auch 1992 Smash? feat. Fast H & Dorian ("Hometripper (Zu Hause Bei Muttern) (Blubberlablubbedit)") veröffentlichten. Beide Tracks wurden jedoch nicht bekannt wie Pilldrivers (Marc Acardipane) "Pitch-Hiker" aus dem Jahre 1994/1995. Aus Italien folgten außerdem die Hardcore Techno-Tracks "Body Motion" von Sadomasy & D.J. One, Digital Boys "This Is Mutha F**ker" (der übrigens auch von Underground Resistance geremixt wurde) und aus Frankreich das Trio Plexus, bestehend aus Jean-Francois Samyn und den beiden B.B.E.-Mitgliedern (bekannt geworden durch den 96er Trance-Hit "Seven Days And One Week") Bruno Sanchioni sowie Emmanuel Top, mit den Hardcore Techno-Tracks "Cactus Rhythm" (zumindest in den Mixen von J.F., Manu und Mike Ferlin, wobei letzterer Mix sogar Rapvocals enthält, die vermutlich nicht gesamplet wurden) und "Raw Mission". Robert Armani lieferte nun mit "Invasion" einen Jumpstyle-Track mit Hardcore Techno-Beat, ein Jahr später folgte dann "Hit Hard" und auch weitere langsame und technoide Hardcore Techno-Tracks. DJ Sascha (Gabba Nation) legte bereits am 14. Dezember 1991 auf der ersten Mayday-Party mit dem Motto "Best Of '91 House And Techno" in Berlin auf (8b).

Erst im Jahre 1992 erschien die bekannte Platte "Amsterdam waar lech dat dan?" (Amsterdam, wo liegt das denn?) des rotterdamer Acts Euromasters auf Paul Roger Elstaks (er ist der Sohn des aus Java stammenden Jazzmusikers Nedly Elstak) Label Rotterdam Records, welches zum Labelgiganten Midtown Records gehört. Bei den Tracks (der bekannteste davon ist der Gabber-Track "Amsterdam.......... waar lech dat dan ????? (Maastunnel Mix)") mitgewirkt haben Stek alias Paul Elstak, Wax Weazle und The Engineer. Das Cover dieser Anti-Amsterdam-Platte zeigt das Logo des rotterdamer Clubs Parkzicht (dort wurde bereits damals u.a. Hardcore Techno gespielt), den Euromast, ein Aussichtsturm in Rotterdam, der auf Amsterdam uriniert. Das Cover ist stellvertretend für den damals sich anbahnenden "Musikkrieg" gegen die amsterdamer Musikszene samt dessen "softeren" Musikrichtungen (oft "Mellow" genannt), der in späteren Platten auf Rotterdam Records und auch anderen Labels (siehe auch meine Disstrack-Datenbank) fortgeführt wurde. Auf der Euromasters-Platte findet man desweiteren die Botschaft "Gabber z'in is géén Schande!" - Gabber sein ist keine Schande! Im selben Jahr veröffentlichte der aus Italien stammende Anthony Bartoccetti alias Rexanthony den Hardcore Techno/Gabber-Track (mit stellenweisem Tranceeinfluss) "For You Marlene", der die selbe Melodie inkl. dem Ton wie "Amsterdam.......... waar lech dat dan ????? (Maastunnel Mix)" enthält. Welcher Track zuerst erschien, ist (mir) nicht bekannt. Die in der Szene eher unbekannte Anti-Rotterdam-Platte "Rotterdam bestaat dat dan?" (Rotterdam, existiert das überhaupt?) von De Damrakkertjes war schließlich die Antwort auf den Anti-Amsterdam-Track der Euromasters und erschien ebenfalls im selben Jahr. Mitglieder des Acts Holy Noise (darunter Paul Elstak und Rob Fabrie alias DJ Waxweazle), die v.a. 1991 mit "James Brown Is Still Alive" - der Antwort auf L.A. Styles "James Brown Is Dead" - veröffentlichten 1992 als Sound Of Rotterdam eine Mayday-Hymne namens "Mayday Anthem". Bereits 1992 (3) produzierte Marc Acardipane seinen 135 BPM schnellen Techno-Klassiker "Stereo Murder" (bei dessen Melodie es sich um ein gepitchtes Sample aus T99s "Anasthasia" handelt), veröffentlichte ihn aber erst etwas später (unter dem Pseudonym "Marshall Masters"). Erst 1996, als der Trend zum langsameren Hardcore Techno ging, wurde dieser Track zu einem Hit der Gabberszene. Der zweite Teil der Frankfurt Trax-Compilation (u.a. mit Tracks von DJ Dag, Ramin und Delirium Posse) wurde neben Planet Core Productions, nun auch auf dem Sony-Unterlabel "Dance Pool" veröffentlicht. Mit dem kuriosen Track "Poing" waren Rotterdam Termination Source 1992 in den niederländischen Top 10 der Charts, erreichten Platz zwei (über einen Monat lang) und verkauften einige tausend Tonträger. Hardcore Techno wurde im Jahre 1992 nun deutlich mehr veröffentlicht.

Ab 1992/1993 und auch die Jahre darauf, scheuten sich auch nicht Leute wie Moby (dieser veröffentlichte z.B. den nur auf einer Mayday-Compilation zu findenden Hardcore Techno-Track "Ul He Fu", ließ seinen Trance-Track "Go" von The Mover alias Marc Acardipane remixen und besaß mit seinem teilweise mit 1000 Beats per Minute bestückten Track "Thousand" einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde (9)), DJ Hooligan, RMB, Hardsequencer, Genlog oder Mark' Oh Hardcore Techno zu produzieren, wechselten aber relativ schnell wieder ihre bevorzugte Musikrichtung und erreichten später teilweise - wie man bestens am Beispiel Moby erkennt - einen deutlich höheren Bekanntheitsgrad. 1992 veröffentlichte Marc Acardipane seinen Disstrack "What Is..? Fick Dich" ([sic]; unter dem Pseudonym "Friends Of Alex"), der sich gegen Ramon Zenker und Jens Lissat richtete, da diese Alex - einen Kumpel der PCP-Crew - "abgefuckt" (Zitat) haben. Der Track enthält entgegen gegenteiliger Äußerungen in einem alten PCP-Interview, unter anderem ein Sample aus Zenkers und Lissats Track "Who Is Elvis" (3), der unter den Pseudonymen "Interactive" sowie "Phenomania" veröffentlicht wurde. 1993 setzte bereits der amsterdamer DJ und Produzent François Prijt alias Chosen Few mit seinem Track "Chosen Anthem (Against Racism)" (Chosen Hymne (gegen Rassismus), siehe auch hier unter Punkt 5) ein eindeutiges Zeichen gegen Rassismus innerhalb der Gabberszene. Genauso wie die Leute vom Amsterdamer Label Mokum Records (auf dem auch die Platte von Chosen Few veröffentlicht wurde), die anfingen das szenebekannte United Gabbers Against Racism And Fascism-Logo (Vereinigte Gabbers gegen Rassismus und Faschismus) auf ihre Tonträger zu drucken. Die Jahre darauf folgte eine Reihe weiterer antirassistischer Tracks und Botschaften (mehr Infos inkl. Bilder findet ihr hier). 1993 war auch das Jahr, in dem die erste Thunderdome-Compilation mit dem Titel "F*ck Mellow, This Is Hardcore From Hell" (Scheiß auf Mellow, dies ist Hardcore (Techno) aus der Hölle) erschien. Veröffentlicht wurde sie auf dem größeren Label Arcade als 1 CD-Version und später (1994) in Deutschland zwei mal als Doppel-CD. Auch in weiteren Ländern wie Italien, Spanien, Frankreich oder auch den USA wurden Thunderdome-Compilations veröffentlicht. In der Szene und auch außerhalb gilt sie immer noch als bekannteste Szene-CD. Im selben Jahr produzierten PCP einen Remix für Sven Väths Trance-Track "Ritual Of Life" und veröffentlichten den Mayday-Track "We Are From Frankfurt" (auch als "The Frankfurt Anthem" veröffentlicht) auf dem von WestBam, DJ Dick, Klaus Jankuhn und William Röttger gegründeten berliner Label Low Spirit Recordings. Letzteres Label wurde noch im selben Jahr vom Duo Leathernecks, bestehend aus Marc Acardipane und Lenny Dee, im Track "At War Rmx" gedisst.

1994 wurde der sich gegen Marc Acardipane richtende Disstrack "We Are The Creators Of Hardcore" (eine Antwort auf den Rotterdam-Diss "The Harder, The Better" von Leathernecks: "Rotterdam is hard?! Lick my ass, sucker!") von Evil Maniax, bestehend aus Paul Elstak, Roel Christensen und Maurice Steenbergen, veröffentlicht. Der Track enthält folgende Zeilen:

"What the fuck are you saying?
Rotterdam not hard?
Fuck you!
We are the creators of Hardcore, you drunken piece of shit!
(angelehnt an Acardipanes Track "Drunken Piece Of Shit" als 6-Pack)
You fucking junky!"

1994 wurde desweiteren das Label Digital Hardcore Recordings um Alec Empire (Alexander Wilke) gegründet, das vor allem mit gitarrenlastigen Tracks (Breakcore, Hardcore Techno etc.) von Empires Band Atari Teenage Riot auf sich aufmerksam machte. Ungefähr 1994 fingen auch vermehrt niederländische Gabbers an, sich die Haare kurz oder ganz kahl zu schneiden und Classics-Schuhe der Firma Nike sowie Bomberjacken zu tragen (7). Dieses Outfit, was dem Outfit der sog. Oi!-Skins sehr ähnlich ist, breitete sich später immer mehr aus, auch in einigen anderen Ländern wie z.B. Italien, Belgien, Deutschland, Schweiz und Österreich. Man darf nicht verleugnen, das dieses Outfit auch zu dem Vorurteil Gabbers = Rassisten mit beitrug, da bekanntermaßen solche Kleidung für viele programmierte Menschen fälschlicherweise als eindeutiges Erkennungsmerkmal eines Neonazis gilt. Ende '94 remixte Paul Elstak Marushas Track "Trip To Raveland".

"After Technohouse and Gabber comes the 3rd Wave of Hard Powerful
Techno-Sound, Spirit & Strength - which is Midtempo Style!
'SLAVE TO THE RAVE' Part 1 features
the Creators and Innovators of this new Breed [...]"

lauteten die Zeilen aus dem Booklet der '94er CD-Compilation "Slave To The Rave - Definition Of A New Style Part 1" aus dem PCP-Umfeld. Mit dem sogenannten "Midtempo Style" (langsamerer Hardcore Techno, der übrigens Jahre später Newstyle Hardcore und seltener irritierenderweise Newstyle Gabber genannt und seit ca. 2002/2003 in Deutschland hauptsächlich als "Mainstyle" bekannt ist) sind auf der Compilation zu findende Tracks wie The Mover & Rave Creator - O.K. Bassquake und Atmos-Fear, Trashman - The Last Fight (Ace The Space Remix) und Nasty Django & DJ Cirillo - Deal Wit' Beats gemeint. Ob dieser langsamere Hardcore Techno nun tatsächlich von Marc Acardipane/PCP erfunden wurde, ist äußerst fragwürdig, schließlich gab es schon Jahre zuvor zahlreiche langsamere Hardcore Techno-Tracks. Im selben Jahr wurden auch schon mehrere fröhlichere Hardcore Techno-Tracks (Happy Hardcore) veröffentlicht.

Jedoch gab es erst im Jahre 1995 einen regelrechten Happy Hardcore-Boom. Auch Paul Elstak erkannte nun das Potential dieses eigentlich nicht neuen, aber jetzt deutlich angesagteren Sounds und produzierte daraufhin mehrere Happy Hardcore und Dance-Tracks, an denen desöfteren Mitglieder der Klubbheads (alias Digidance) mitgewirkt haben, wie z.B. "Life Is Like A Dance" oder "Rainbow In The Sky". Elstaks Tracks waren kommerziell gesehen erfolgreich und es wurden sogar Videoclips zu diversen Singles produziert. Der Videoclip zu "The Promised Land" ging damals sogar als teuerster niederländischer Videoclip in die Geschichte ein und Elstak war zu dieser Zeit sogar im deutschen Bravo-Magazin (10). Dennoch produzierte Elstak weiterhin auch Hardcore Techno/Gabber. Von seinem fröhlichen '95er Album "May The Forze Be With You" erschien dann sogar auch eine "Hardcore Edition" sowie eine österreichische Doppel-CD, die beide CD-Versionen vereinte. Zur Dance/Happy Hardcore-Angelenheit sagte Paul Elstak im selben Jahr:

[...] "mit Hardcore hab ich eigentlich schon alles gemacht, was zu machen ist, drei Labels und und und. Ich habe Hardcore groß gemacht. Ich hab auf allen großen Parties, die es giebt [sic], aufgelegt... und ich werde auch älter! Die kommerziellen Sachen habe ich eben noch nicht gemacht. Und sowas zu machen bringt auch Spaß. Natürlich bleibe ich aber nach wie vor Hardcore(!), auch wenn ich z.Zt. mehr House-Music und Dance Mixes als Hardcore mache. Auf den 12"es kommen ja immer noch Hardcore-Sachen raus." (11)

Paul Elstak war nicht der einzige, der anfing vermehrt Dance/Happy Hardcore zu produzieren, Leute wie z.B. Buzz Fuzz, The Prophet, DJ E-Rick & Tactic oder auch DJ Waxweazle taten es ihm gleich. Der erfolgreichste Dance-Track - und nicht Happy Hardcore, wie Dance-Tracks manchmal in den Boomjahren vermarktet wurden - stammte aus der Feder des britischen Duos Technohead (allerdings im Remix von Flamman und Abraxas alias Party Animals), das mit "I Wanna Be A Hippy" u.a. 2 Wochen auf Platz 1 in den deutschen Charts vertreten war und letztenendes sogar die goldene Schallplatte bekam. Veröffentlicht wurde der Track auf dem amsterdamer Kultlabel Mokum Records. Ein Videoclip zu "I Wanna Be A Hippy", in dem 3 glatzköpfige, in Mokum-Longshirts gekleidete "Gabbers" zu sehen waren, die einen Hippy (gespielt von Paul Grommé alias "The hippy from the clippy", der auch in den "Gabberszenen" des 96er Films "Wasted! - Naar de klote!" (dt. Titel: "Wasted! - Die große Verschwendung") zu sehen ist) durch eine Park jagen, wurde ebenfalls bei den Musiksendern ausgestrahlt. Von dem ganzen Erfolg von Technohead bekam das weibliche Mitglied Lee Newman allerdings nichts mehr mit, da sie zuvor an Krebs verstarb. Mokum Records veröffentlichte ab dieser Happy Hardcore/Dance-Boomzeit auch zunehmend deutlich kommerziellere Tracks von anderen Leuten wie z.B. Party Animals ("Have You Ever Been Mellow?"), Back 2 Bass ("I Wanna Be With You") oder Hakkûhbar ("Doorhkkûh"). All dieses Verhalten, das (relativ kurze) aufspringen auf den Happy Hardcore/Dance-Trend, Videoclips, die auf dem niederländischen Musiksender TMF (The Music Factory) ausgestrahlt wurden (auch DJ Isaac, Gabber Piet etc.), hatte mit einer Underground-Ideologie nichts mehr zu tun. Sicherlich, manche Leute produzierten den fröhlicheren Sound aus Überzeugung, aber Happy Hardcore wurde für sehr viele Produzenten lediglich - wie so oft - zum Trend, mit dem sich besser Geld verdienen ließ, wobei man auch erwähnen muss, das für viele Produzenten, Labels & Co. Hardcore Techno schon von vornherein nur Mittel zum Zweck war. Selbst Marc Acardipane beschritt Mitte der 90er mit Veröffentlichungen wie "Trance Can Can" und "Rave Can Can" (DJ Jacques O.), "Wollt ihr mit mir fröhlich sein?" (DJ Bubi; die Tracks enthalten ein Sesamstraßen-Sample (12)), "We Fly To Fairyland" (als Produzent der Rave Busterz), "Wave Of Rave" und "Dance To The House" (Sonic Surfer) fröhliche Wege. Desweiteren machten PCP Remixe für den Track "Don't Stop Me Now" des deutschen Dance-Acts Loft ("Summer Summer" und "Love Is Magic" sagen dem ein oder anderen vielleicht noch etwas).

1996 war das Jahr, in dem viele Tracks eine Zeit lang deutlich schneller als die vergangener Tage waren und es zunehmend zum Trend wurde, schnelle Melodien, wie sie z.B. in "Beats Time" von The Stunned Guys oder Tellurians "Guyver" vorkommen, zu benutzen. Dies war auch nichts neues, denn diese Art von Melodien gab es schon seit mindestens 1993, wie man z.B. an "The Blood Of An English Muffin (RTS Remix)" von English Muffin hören kann. Happy Hardcore und Dance wurden auch noch öfters produziert, waren allerdings nicht mehr so extrem angesagt wie noch ein Jahr zuvor. Gegen Mitte oder Ende '96 sanken dann die Geschwindigkeiten mancher Hardcore Techno-Tracks. Auslöser war möglicherweise der plötzliche Erfolg des 135 BPM schnellen Techno-Tracks "Stereo Murder" von Marc Acardipane - der im selben Jahr u.a. Scooter, U96 und Leila K. unter dem Pseudonym DB 600 (der Abkürzung für Daimler Benz 600 (3)) remixte - der sich erst in diesem Jahr zu einem Klassiker mauserte. Auf einigen Partys war der langsamere Hardcore Techno nun ebenfalls vermehrt vertreten (3). Auf Terror Traxx, einem Sublabel von Rotterdam Records, veröffentlichten Bodylotion (alias Neophyte) 1996 den Klassiker "Happy is voor hobos". Der Track sollte ursprünglich "Happy is voor Homos" heißen, doch musste dieser Name geändert werden (13a). Wie man schon am Titel erkennt, richtet sich der Track gegen Happy Hardcore und laut dem Titel ist "Happy" etwas für "Homos(exuelle)". Auch die "do you wanna be a faggot?"-Vocals bedeuten nichts anderes als "willst du (etwa) eine Schwuchtel sein?". Möglicherweise handelte es sich neben einem Disstrack gegen Happy Hardcore, dabei auch um Anspielungen auf den schwulen Musiker Jeroen Flamman, der Teil des Acts Party Animals ist und selbst Happy Hardcore produzierte. Ironischerweise produzierten Neophyte mit dem Radio Mix von "Always Hardcore" selbst einen Happy Hardcore-Track und benutzen desweiteren im Track "Happy Hour" (als Masters Of Ceremony) fröhliche Vocalsamples. Auch die norddeutsche Nordcore G.M.B.H. (G.M.B.H. steht für "Gabba Mutanten Bande Hamburg") veröffentlichte 2 Disstracks ("Asshole" sowie "Freddy's Strafe" [sic] auf der "Hartcore Verbot Für Freddy"-Veröffentlichung), die sich die gegen die ehemaligen Mitglieder Shoko und Fredy Bahr (Nordcore Psychopath) richteten, da diese zunehmend mehr Sympathien für Hard Trance hatten. Shoko wurde ebenfalls im Track "Arschgeburt" von Lord Nord (Marco Hartmann, damals noch Teil der Nordcore G.M.B.H.) gedisst. Am 24. September 1996 verstarb nach einem Motorradunfall (13b) das Nordcore G.M.B.H.-Mitglied Thomas Baumkircher alias T.B.jn., was wiederum für "THE BOX Junior" steht (The Box war der eigene Club der Nordcore G.M.B.H., der im April 1994 von Thomas Böttcher alias The Butcher und Marco Hartmann in der hamburger Spaldingstraße eröffnet wurde (13c)). Zwei Stunden vor seinem Tod erfuhr er, das seine Freundin schwanger ist (13b). Zusammen mit Marco Hartmann schrieb Baumkircher 1995 den Track "Bewegt euch". 1996 erschien die erste Veröffentlichung des berliner Labels Gabba Nation Records von DJ Sascha und Cut-X (alias Gabba Nation) mit dem Titel "DochSchon E.P.".

1997, als sich der Happy Hardcore-Boom bereits immer mehr dem Ende zuneigte, wurden die schon im Jahr zuvor vermehrt verwendeten schnellen Melodien von vielen Produzenten weiter benutzt und auch der langsamere Hardcore Techno wurde wieder ein Stück populärer. Eine weitere langsamere, weniger harte Musikrichtung, die als Subgenre von House oder Techno einzuordnen ist, verbreitete sich zusätzlich (allerdings nicht in besonders großem Ausmaße): Newstyle, auch US/American Hard House genannt, v.a. außerhalb der Gabberszene. Marc Acardipane ließ 1997 seinen Ace The Space-Klassiker "9 Is A Classic" bzw. "9 mm" von Jaspa Jones (50% von Blank & Jones) und Bossi, Hardy Hard (früher Hardsequencer) sowie Ramon Zenker, der Teil von Acts wie z.B. Interactive, Paffendorf und Hardfloor ist, remixen. Zenker, der noch 5 Jahre zuvor zusammen mit Jens Lissat in Acardipanes Techno-Track "What Is..? Fick Dich" [sic] gedisst wurde (s.o.), erlaubte Acardipane und Lambart auch eine Coverversion seines bekannten Bellini-Hits "Samba De Janeiro" anzufertigen. Jener Track erschien daraufhin unter dem Pseudonym Bellini Bros. Außerdem fertigte Marc Acardipane unter seinem Pseudonym "The Mover" einen Industrial Hardcore-Remix von Anne Clarks "Contact" an - ein Remix, der aber innerhalb der Szene nie bekannt wurde, ebenso wenig wie die Alec Empire-Remixe von Björks "Jóga" und "Bachelorette" - und remixte zusammen mit BMW One Bruce Waynes "Ready" und Le Clicks "Call Me" sowie "Heaven's Go To Be Better". Im selben Jahr veröffentlichte DJ Buzz Fuzz den Track "Fuck Happy (It's Bullshit!)", eine offenbare Absage an den Happy Hardcore, an dem er zuvor noch selbst beteiligt gewesen war (auch unter dem Pseudonym "UK"). ID&T veröffentlichte 1997 den Sommerhit "Meet Her At The Love Parade" von Da Hool (DJ Hooligan) sowie "The Rebel" und eine handvoll weiterer Veröffentlichungen von Yves Deruyter, der Bekanntheit im Trance-Bereich genießt. Allein an diesen 2 Beispielen (betrachtet man jedoch einmal die ID&T-Diskographie oder die für ID&T-Compilations lizenzierten Tracks, findet man noch viel ältere nicht "undergroundige" Veröffentlichungen usw.) erkennt man, das ID&T schon damals nicht "undergroundig" agierten. Sie veröffentlichten im selben Jahr auch CD-Compilations wie z.B. "Pure Club" und "Areacode - The Compilation", ein Jahr zuvor "Pengo's Power Hits" (enthalten ist u.a. ein Track von Scooter) und "VIP Club". Marco Hartmann alias Lord Nord war ab 1997 kein Teil mehr des norddeutschen Acts Nordcore G.M.B.H.. Hartmann ist im Streit ausgestiegen oder wurde rausgeschmissen, Thomas Böttcher (The Butcher) sagte damals, Hartmann sei "eine Fotze" (13d). Böttcher hatte ebenfalls Streit mit Martin Damm (The Speed Freak), der ihn anschließend mit dem Track "T.B.´s Gehirnamputation (Operation Mordcore)" (in Anspielung auf "Operation Nordcore") disste. Hartmann veröffentlichte nun hauptsächlich auf dem deutschen Label EBE Company (betrieben vom gleichnamigen Produzenten, der auch als DJ Sparky und Anal Cunt - nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Band - bekannt ist) und Miroslav Pajic (Miro/Billy The Kid), ein Kollege Marc Acardipanes, wirkte nun bei Nordcore G.M.B.H.-Tracks mit. Paul Elstak und die Band Teenage Warning widmeten 1997 ihre Platte "Brohymn (This One's For You!)", ein Cover von Pennywises "Bro Hymn", dem am 5. September 1991 verstorbenen Musiker Peter Slaghuis sowie dem ebenfalls verstorbenen US-Amerikaner Donny The Punk. 1997 erschien die letzte PCP-Veröffentlichung: Mescalinum United - Symphonies Of Steel Part 3. Marc Acardipane gründete daraufhin das Label Adrenacrome (zusammen mit dem Label WEA (12)) und später Acardipane Records sowie Resident E Recordings. Auf dem PCP-Unterlabel Super Special Corp. erschienen nach mehrjähriger Pause jedoch noch 3 Veröffentlichungen von Slam Burt, Syrius 23 und FFM Shadow Orchestra.

1998 landeten Marc Acardipane und der aus Trinidad stammende Shawn Mierez (The Ultimate MC) mit ihrem auf ID&T veröffentlichten Mainstyle-Track "I Like It Loud" einen Hit, der sich rund 75.000 mal verkaufte (3) und heutzutage zu einem der bekanntesten Tracks der Gabberszene zählt. Aufgrund des Erfolgs traten beide sogar öfters in der belgischen Show "Channel 2", einer Art "The Dome", auf und spielten dort Tracks wie "Don't Touch That Stereo (der wiederum auf Marshall Masters "Stereo Murder" basiert)", "6 Million Ways To Die", "Bleep Blaster", "Slaves To The Rave" und eben "I Like It Loud" (3). 1998 packte schließlich nach ca. 2 Jahren Aufbauphase, (fast) jeden der bekannten Produzenten das Mainstyle-Fieber und der schnellere Hardcore Techno, der die Jahre zuvor dominierte, wurde zusehends immer mehr durch den langsameren Sound abgelöst. ID&T veröffentlichten im selben Jahr auf ihrem Unterlabel Free For All das bekannte Dance-Lied "9 P.M. (Till I Come)" des Deutschen ATB (Andre Tanneberger, Mitglied des Acts Sequential One). Die Jahre darauf folgten einige weitere nicht "undergroundige" Veröffentlichungen von ATB, DJ Tiësto, Rank 1, Ferry Corsten, Paul van Dyk, Svenson + Gielen etc. Es zeichnete sich noch deutlicher ab, das sich ID&T vermehrt an angesagterer Musik orientierten. Ebenfalls 1998 war ein Breakbeat-Remix für die Band Full On The Mouth von keinem geringerem als dem US-Amerikaner Omar Santana in dem Videospiel "Road Rash 3D" zu hören. Marc Acardipane produzierte 1999 einen Remix für den Track "Thrillseeka" von den Stunned Guys und seinem "Feind" Paul Elstak. Letzterer bezeichnete ihn ja 5 Jahre zuvor als "Drunken piece of shit" (s.o.). Acardipane mag Elstak allerdings menschlich und schuldete den Stunned Guys noch einen Remix (3) (2 Jahre zuvor remixten sie seinen mit Don Demon geschriebenen und produzierten Hit "Slaves To The Rave", der schon damals auf Rotterdam Records Special erschien). Miro remixte im selben Jahr Space Frogs (dieser war mit Tracks wie "X-Ray (Follow Me)" und "I Feel Ur Pain" 2 Jahre zuvor im deutschen Musik-TV zu sehen) Track "Die Unendlichkeit".

Im Januar 2000 (14a) veröffentlichte Paul van Gageldonk ein Buch über Paul Elstak und DJ Rob namens "De gabberstory - het verhaal van DJ Paul en DJ Rob". Eine von Elstak und DJ Rob zusammengestellte CD-Compilation erschien ebenfalls. 2000/2001 Begann der endgültige Siegeszug des "Quietschcore", einem (meist langsameren) Subgenre des Hardcore Technos - wenn man es als solches betrachtet, für viele wird es wohl nur ein deutsches Slangwort sein - das sich durch markante quietschige Töne auszeichnet. 2001 wurde neben Mainstyle und Quietschcore auch Industrial Hardcore deutlich populärer, welcher jahrelang eher ein Schattendasein führte. Nachdem gegen Ende 1999 die letzte Thunderdome-Compilation erschien, meldete sich nun ID&T mit einer neuen Ausgabe zurück. Einige alte Labels verabschiedeten sich zu dieser Zeit, wurden aber durch eine Menge neuer Labels ersetzt. Ungefähr zu dieser Zeit wurde es in Deutschland Trend, ein "Gabber" zu sein. Viele Leute dieser jüngeren "Gabber"-Generation waren jedoch keine Gabbers, definierten sie sich doch häufig über Rassismus, Aggressivität, schlechtes und prolliges Benehmen und einen Dresscode-Zwang, der häufig aus Classics-Schuhen von Nike sowie Kleidung von Lonsdale, Pit Bull Germany und Fred Perry bestand. Diese Leute machten Gabbers (bzw. Mitläufer) in Deutschland erst der breiten Öffentlichkeit bekannt. Jedoch oft im negativen Sinne, denn Zeitungsartikel über "rechtsradikale Gabbers" häuften sich und viele Normalbürger setzten nun die vorher eigentlich für die große Masse eher unbekannte Gabberszene mit einer Bewegung von Neonazis gleich - das selbe Dilemma wie bei den Skinheads. Verstärkt wurde dieses Image auch dadurch, das die in der Szene weit verbreitete Kleidermarke Lonsdale in der Öffentlichkeit den Ruf hat, eine Neonazi-Marke zu sein, was aber ebenfalls nicht den Tatsachen entspricht. Am 8. Juli 2000 verstarb der Italiener Riccardo Testoni alias DJ Ricci im Alter von 37 Jahren. Testoni remixte u.a. Ramirez, war zusammen mit MC Hair u.a. auf der Thunderdome X-Compilation verteten und auch am Projekt Masoko Solo (Szenehit: "Pessa Pessa" im "DJ Cerla's 172 Bpm Rave Mix") beteiligt. Im Alter von 42 Jahren verstarb ein Jahr später der belgische DJ und Produzent Liza N Eliaz ("Queen Of Terror", ungeklärt ob androgyn oder- inter- oder transsexuell) an Lungenkrebs. Eliaz veröffentlichte schon Ende der 80er Musik und machte später u.a. durch Veröffentlichungen auf Mokum Records auf sich aufmerksam. Der französische DJ und Produzent Laurent Garnier schrieb 2005 in seinem Buch (zusammen mit David Brun-Lambert veröffentlicht) "Elektroschock - Die Geschichte der elektronischen Tanzmusik" über Liza 'N' Eliaz:

"Aber wenn alle diese Strömungen auch seit 1993 in den Pariser Plattenläden erhältlich waren, hatte Hardcore - bis auf den Vorreiter Laurent Hô - in Frankreich noch keine richtige Identifikationsfigur hervorgebracht. Da wurde eine belgische Künstlerin, Liza 'n' Eliaz, zur Hohepriesterin der französichen Raves. Für die Hardcore-Szene in Frankreich hatte Liza dieselbe Bedeutung wie Derrick May für Europa in den Neunzigerjahren. An ihr war alles spannend: Das androgyne Geschöpf Liza besaß sehr genaue Musikkenntnisse (die Früchte eines jahrzehntelangen Studiums des klassischen Repertoires) sowie eine aufrichtige Liebe für Klänge und Innovationen. Ihre Musik war extrem und erreichte eine nie gekannte Intensität, die im selben Mix Härte, Finesse und einen Hauch Humor spüren ließ. Keine Frage, Liza hat eine ganze Generation von Ravern geprägt."

Im Juni 2001 unterzeichnete Marc Acardipane einen Vertrag beim deutschen Ableger des londoner Großlabels Ministry Of Sound (12).

2002 veröffentlichte Acardipane dann auf dem bereits erwähnten Label (und zusätzlich noch in Schweden) seinen Klassiker "I Like It Loud" neu. Diese Veröffentlichungen hatten musikalisch allerdings mit Hardcore Techno nichts zu tun, handelte es sich hierbei nämlich um eher dancelastige Remixe von Schwarze Puppen (für diesen Act, bestehend aus Andreas Krämer und Thomas Pogadl, remixte Acardipane dessen Track "Tanz!", der die Stimme von Nina Hagen enthält) DJ Schwede, Dance Nation (Mitglieder sind u.a. DJ Rob und Da Future, die im selben Jahr auch Rednexs "Cotton Eye Joe 2002" remixten) etc. Acardipane selbst gab auch ganz offen zu, das er mit dieser Aktion neue Leute in die Gabberszene bringen wollte und dies neue Türen öffnen könnte (12). Erfreulich war er jedoch nicht über die "I Like It Loud"-Coverversion der Club Robbers (DJ Zany, Ex-Mitglied der Shadowlands Terrorists und The Pitcher), wie man auf der Resident E-Website nachlesen konnte:

"I LIKE IT LOUD - DAS ORGINAL

"I like it Loud" auf Kontor? Als Club-Trance-Version? Jeder, der Euch diesen Bären während der letzten Tage aufbinden wollte, sei hiermit eines Besseren belehrt. Es existiert zwar solch eine ominöse Scheibe, da sie aber ohne Berichtigung und vor allem ohne rechtliche Grundlage herausgebracht wurde, wird sie die Läden niemals erreichen. RES Entertainment hat eine sofortige Einstellung des Verkaufes erwirkt, da es sich um eine nicht genehmigte Bearbeitung des Originals handelt. Und um den frechen Bengeln aus Holland richtig eins zu servieren, hat Ministry of Sound getreu dem Motto "Seit 0.45 Uhr wird zurück geschossen", innerhalb von einer Woche die amtlichen Remixe an den Start gebracht. Die Buben von Club Robbers produzieren übrigens auf dem Label der Clubheads DigiDance. Seltsam, oder? Ein Rat an die etwas übereifrigen Produzenten: Vorsicht Jungs. Der Fuß, auf den Ihr heute tretet, könnte schon morgen in Euren Hintern stecken. In diesem Sinne. Peace."

Im gleichen Jahr wurde eine Hardstyle-Version des 96er Happy Hardcore-Klassikers "Young Birds" von DJ Weirdo und Dr. Phil Omanski veröffentlicht. Bei dieser Version handelte es sich um einen Remix des Duos Ard und Jorn, der nur auf der ID&T-CD-Compilation "Hardcorehouse .04" erschien. Dr. Phil Omanski war selbst am Remix beteiligt, Jorn ist nämlich ein weiteres Pseudonym von ihm. Hardstyle wurde 2002/2003 zusehends populärer und viele Produzenten aus der Gabberszene nahmen sich dieser Musikrichtung (die kein Subgenre des Hardcore Technos ist) an und veröffentlichten ihre Hardstyle-Tracks häufig unter anderen Pseudonymen. ID&T veröffentlichte die DVD "Thunderdome - A Decade" neben dem eigenen Label, auch in Deutschland auf Dos Or Die Recordings (dort veröffentlichten zuvor u.a. 2 Unlimited, Aquagen, DJ Quicksilver und Kosmonova).

2003 sorgte der vulgäre Hardstyle-Track "Wie alt bist du?" von Marc Acardipane zusammen mit Dick Rules (der dem Track seine Stimme gab) unter dem Namen Kloficker, für Aufsehen. Anlass waren Zeilen wie "Hey, du! Ja, du! Willst du endlich auf 'm Klo ficken, du Drecksau, du?" und v.a. "Wie alt bist du? 15? Hahahahahaha. Genau mein Lieblingsalter, hahahahaha. Wie alt bist du denn? 18? Haha, zu alt. Und du? 17? Viieel zu alt.", "Was? Deine Mami kommt dich gleich abholen? Ich glaub', ich geh' mich [sic] gleich eine [sic] runterholen, hahahahaha, am Tresen, hahahahahaha." sowie "Kinder, duckt euch! Es geht gleich los!". In einer Presseaussendung hieß es außerdem:

"PRESSEAUSSENDUNG VOM 29.05.2003

RESIDENT E a new episode VERBOTEN !!!

MEDIA MARKT UND VIELE ANDERE GROSSE KETTEN WERDEN SPÄTESTENS ANFANG NÄCHSTER WOCHE DIE NEUE RESIDENT E AUS IHREN REGALEN NEHMEN...

DIE FIRMA EDEL HAT SICH DESWEGEN ENTSCHIEDEN ALLE CD´S AUS DEN LÄDEN ZURÜCKZUZIEHEN !

GRUND: KLOFICKER ­ WIE ALT BIST DU ?

GESTERN, MITTWOCH DEN 28.05.2003 WURDE IRGENDWO IN ÖSTERREICH / DEUTSCHLAND IN EINEM MEDIA MARKT, DIE NEUE RESIDENT E ÜBER DIE HAUSANLAGE GESPIELT.

ALS DANN DAS INTRO VON DER KLOFICKER ÜBER DIE BOXEN ERSCHALLTE, PASSIERTE FOLGENDES:

EINE FRAU MIT KIND BESCHWERTE SICH BEI DER GESCHÄFTSLEITUNG, DIE WIEDERRUM BEIM EDEL VERTRIEB, UND DAS UNHEIL NAHM SEINEN LAUF...

DIE CD WIRD AUCH NICHT OHNE DEN TRACK KLOFICKER NEU AUFGELEGT, DA WIR SCHON ZU VIELE VERKAUFT HABEN UND SICH EINE NEUAUFLAGE DESHALB NICHT LOHNEN WÜRDE !!!

DAS IST KEIN WERBE-GAG, SONDERN BITTERER ERNST !!!" (14b)

Die ein Jahr später erschienene Nachfolgeveröffentlichung "Spermdusche" [sic] konnte keine große Aufmerksamsamkeit auf sich ziehen und Marc Acardipane und Dick Rules trennten sich kurz darauf in beiderseitigem Einverständnis. Das Jahr 2003 wurde auch wieder von 2 weiteren Todesfällen überschattet: DJ Unity starb in der Nacht auf den 22. August; er war ein guter Freund von DJ Dione (alias E-Noid). Einen Tag darauf, am 23. August, starb Peter Paul Pigmans, den meisten besser bekannt als 3 Steps Ahead (auch The Ender und Pedro Terzero), nach jahrelangem Krebsleiden. Obwohl er seit geraumer Zeit weder Musik veröffentlichte, noch auf Partys auftrat, geriet er in der Szene nie in Vergessenheit. Pigmans erntete bei vielen Gabbers großen Respekt, da er mit vollem Herz bei der Sache war. Durch einige Hits wie z.B. "Drop It", "Gabbers Unite" oder "Paint It Black" (ein Cover des gleichnamigen The Rollings Stones-Lieds) wurde er einst bekannt. Noch einen Monat vor seinem Tod, am 16. Juli 2003, wurde im niederländischen Zaandam die ihm gewidmete Party "3 Steps Ahead 4 Life" veranstaltet. Niemand geringerer als Marc Acardipane kooperierte ungefähr im selben Zeitraum mit Scooter und veröffentlichte zusammen mit ihnen und seinem MC Dick Rules (auch bekannt als Bleeder und SXX) eine Coverversion seines bekannten Mainstyle-Hits "I Like It Loud". Acardipane produzierte bei diesem Track, der sich "Maria" (I Like It Loud)" nannte, lediglich die ersten 20 Sekunden, den Rest übernahmen Scooter (12). Er erntete daraufhin in der Szene jede Menge Kritik, für viele galt er als Verräter. Fakt ist jedoch, das Acardipane schon zuvor betonte, das er kein Gabber sei (15/11) und "Underground" war er schon mindestens seit 1992 nicht mehr, als PCP mit dem Sony-Unterlabel Dance Pool kooperierte oder wenn man z.B. ältere Veröffentlichungen als DJ Bubi, DJ Jacques O., Sonic Surfer usw. oder die Remixe von "Nine Is A Classic" aus dem Jahre 1997 betrachtet (s.o.). Im selben Jahr veröffentlichte Acardipane auch die Platte "PCP - The Classic Collection Vol. 1 - 2003 Hardstyle Remixes".

2004 erschien ein Buch über ID&T mit dem Titel "Release - Het verhaal van ID&T. deel 1". Neben Leuten wie Jam & Spoon sowie Bushido und Ilan, remixte Alec Empire den Track "Amerika" der Band Rammstein. Im November veröffentlichten Scooter mit "One (Always Hardcore)" eine Coverversion des Klassikers "Always Hardcore" (im "Radio Mix", dessen Refrainvocals aus Pearl Jams "Alive" basieren) von Bodylotion, die in die Charts gelangte.

Am 15. Juni 2005 führte die Polizei eine Durchsuchung des Büros des leipziger Labels und Vertriebs Sound Base Music (SBM, bis Februar oder März 2003 übrigens zusätzlich noch unter www.hatecore.com zu erreichen) von Steffen Kuschel durch, beschlagnahmte alle Hardcore Worldwide 2-DVDs des Labels Canadian Speedcore Resistance (CSR) und Verbot den Verkauf. Anlass war das über 13-minütige Musikvideo "Homicide Is A Form Of Art Music Video" ("Mord ist eine Form eines künstlerischen Musikvideos") von ScreamerClauz, von dem man ausging, das es sich hierbei um einen sogenannten Snuff-Film handelte. Es wurde weiterhin versucht, Steffen Kuschel aufgrund des DVD-Vertriebs zu verhaften. Ende 2005 produzierte Marc Acardipane einen Remix für Jan Waynes ("Total Eclipse Of The Heart", "Because The Night") Track "Time 2 Fly".

Vier weitere Todesfälle hatte die Gabberszene in den Jahren 2005 bis 2006 zu beklagen: Am 31. Mai 2005 starb im Alter von 38 Jahren in Berlin der Mannheimer Gregor Dietz alias G.O.D. (Greg "Overcross" Die) (16) infolge eines Hirnschlags. Dietz, der schon in den 80ern als DJ sowie als Mitglied der Mannheimer Band The Valentines musikalisch tätig war und u.a. mit Raymund Beyer (alias Ray Boyé) als Brainstorm Die fantastischen Vier sowie Culture Beat remixte, war mit selbigem Partner unter dem Namen Fazer auf den Thunderdome- und Terrordrome-Compilations vertreten. Vor allem der Track "When I'm Gone" (Generator Records, 1993) dürfte dem ein oder anderen noch etwas sagen. Gregor Dietz bekam im Laufe seines Lebens 2 Goldene Schallplatten (17). Christophe alias Christ Of Noise - er veröffentlichte u.a. auf Liza N Eliazs Label Provision Records - erlitt einen Herzinfarkt und starb am 4. Dezember 2005 (sein Freund David Lagon widmete ihm daraufhin eine Radiosendung), Gabba Nation-Mitglied Clars starb am 6. April 2006 nach einem Motorradunfall und Edwin van Santen alias DJ Perpetrator am 25. Mai 2006 an Lungenkrebs. Alec Empire remixte 2006 erneut die Band Rammstein, diesmal handelte es sich um den Track "Mann gegen Mann". Am 8. Juli kam es auf der Sensation Black-Party in Amsterdam zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen Rob Gee und einem Teil seiner Band (diese bestand diesmal aus Sid Wilson (alias DJ Starscream/#0, Slipknot), Billy Graziadei (Biohazard), Scott Roberts (Ex-Biohazard bzw. Ex-Cro-Mags) und Rich Rosa (alias Reesh, 100 Demons)) und einem Mann, der eine Absperrung überwand und auf die Bühne kletterte (1, 2), offenbar weil ihm (wie auch anderen Besuchern, die die Band ausbuhten und mit Gegenständen bewarfen) die gitarrenlastige Musik nicht gefiel. Rob Gee äußerte sich ein paar Tage später auf der Website seines Labels Adam Recordings/Adam World Wide zu dieser Angelegenheit:

"Written Response

July 13, 2006

You have to realize something, my best friend and band mate REP stopped hitting this individual on our own. No security pulled us off the punk. This idiot who got on stage was a big guy, bigger then REP and I. He was obviously under the influence and had the look of fury in his eyes with the intent to harm us when he charged and swung at me with all his might. There is no way this moron was going to be restrained by holding him. There's no way if we just hit him once or twice, he was gonna stop. We simply did what was right. When we saw he was no longer a threat, we stopped and walked away. Let's make this perfectly clear, I'm not onstage to beat people down or insight violence but remember, if need be we will and have reacted accordingly. This story could have gone a completely different way. The headlines might have read "otherwise" if not for the action taken by my crew to keep things orderly!!!!!! I can guarantee that if this chump got me down, he would of kicked me in my head and that would of prompted other individuals to rush the stage and do the same. Then you would have had a full scale riot.

REP and I acted accordingly to protect ourselves and everyone on stage. It was just all too recent and fresh a memory for most "Metal" bands and fans, that on December 8, 2004, "Dimebag" Darrell Abbott, and 3 others were murdered when a gunman, took to the stage and began shooting during the band's show in Columbus, Ohio, USA.

WE WEREN'T GOING TO LET THAT HAPPEN AGAIN!!!!!! The most ridiculous thing about all of this is that it was prompted because of the music we played. I mean you don't have to like us, that's fine. Go grab a drink, sit down, boo us, that's totally cool, you have a right to your opinion, but rush the stage and attack us? I mean what the Fuck is that? Even throwing things at us like beer and popsicles, and other objects is just silly. Popsicles are really silly. That made me laugh, I'm still laughing. However I would like to point out that even when we had various objects thrown at us, we never once lost our cool and remained professional.

This is to the narrow minded people at SENSATION BLACK. So you had to listen to something you never heard before. BOO-FUCKING-HOO!!!!!!! "Jeez guys I never heard this music before, I think it sucks. Duh, I got a "brilliant" idea, let's throw popsicles at the Artist, then let's jump on stage and attack him. After all its music and if I don't like it I have every right to commit acts of violence"

As far as GEEing different;

"THAT'S EXACTLY WHERE WE WANT TO BE, JUST AHEAD OF THE CURVE, SETTING TRENDS, NOT FOLLOWING THEM …THERE'S MORE TO LIFE THAN JUST "BOOM BOOM BOOM". SURE, WE HAD SOME OF THAT, YET, WE"VE CREATED MUCH MUCH MORE THAT THE EAR OF THE FREE-MINDED WILL APPRECIATE"

ID&T, Duncan Stutterhiem and I share the mission of moving the music forward, that's what makes our choices of music and line ups so exciting. We both take the risks to keep it fresh CAUSE THAT'S WHAT WE DO!!!!!!

I love Holland - I love what it stands for, I'm fascinated by it's history and I love it's people and culture! Arguably a most influential environment for music, art and philosophy. As we know - Rene' Descartes spent the last 20 years (1628-1649) of his life in Holland and was most productive during this time. I'm no Descartes and my methodology and music, won't be bringing about the transition of medieval science and philosophy to the modern era. I'm just Rob GEE making my moves to keep the music evolving! That open-mindedness is what I've always know the Dutch to have and I look forward to that kind of support from my Dutch fans and all my fans around the "uni"verse, not the attack we endured at Sensation Black!"

YOU NEVER GET ANYWHERE IN LIFE WITHOUT TRYING NEW THINGS. THAT'S HOW I ALWAYS LIVE MY LIFE, THAT'S WHY I ALWAYS LIVE!!!!!!!!!!!!!!!!!!


--Rob GEE"

Erneut ereignete sich ein Todesfall in der Szene: Am 4. Juli 2008 starb der US-Amerikaner Jeff Besler, besser bekannt als DJ Tron. Besler, der usprünglich aus der Punk- in die Gabberszene kam (18), machte vor allem durch härtere Tracks (Terror, Speedcore etc.) auf Labels wie z.B. Brutal Chud, Head Fuck Records, Sound Base Music und Mixtapes auf Pure Acid Mixtapes (sein bekanntestes ist wohl "Fucking Harder Than The Devil Himself") auf sich aufmerksam.

Nach einigen Jahren Pause gab es am 11. April 2009 einen Aufritt des frankfurter Acts Smash? - bestehend aus Marc Acardipane und Hassan Annouri alias Fast H, der v.a. HipHop-mäßig aktiv ist (er bildet mit Rik Marvel die Bock Auf’n Beat Garde, die u.a. für Sido und Harris alias Deine Lieblings Rapper [sic], Afrob sowie Nico Suave produziert hat (19)), ohne Mike Hoppe alias Roy Batty - auf der Party "Federation-X" im Playa (Bochum). Wenige Tage später, am 28. April (20), erschien ohne Genehmigung der Marc Acardipane-Remix von Annouris Track "Bock Auf'n Beat" (feat. Sido & Harris) im Downloadportal Leecher.to. Zu einer Auseinandersetzung zwischen letztgenanntem Downloadportal, Downloadern und dem Bock Auf'n Beat-Label kam es jedoch nicht, laut Leecher.to verkündete das Label, das man die Verbreitung nun ohnehin nicht mehr aufhalten könne, da zu vielen Benutzern der Track gefällt und bereits in Clubs gespielt wurde. Man hoffe darauf, dass Hassan Annouris Musik gekauft wird. Ein Labelzitat laut Leecher.to: "Gute Musik hat keine Angst vor dem Internet und Tauschbörsen". In Form von Videoclipeinbindungen auf der Startseite und Abstimmaufrufen wurde Hassan Annouri vom Downloadportal unterstützt (laut eigener Aussage wurde dies dafür nicht bezahlt) und Marc Acardipane bot später auch seinen Remix auf seiner Resident E-Website zum Download an (siehe auch hier).

Quellen

  • (1) - Raveline-Interview mit Marc Acardipane vom Juni 2006
  • (2a) - Kurzbiographie bei Deejaybooking
  • (2b) - Antwort von Marc Acardipane auf einen Beitrag vom 6. April 2008, 14:34 Uhr in seinem Gästebuch
  • (3) - Marc Trauner (Marc Acardipane) per E-Mail
  • (4) - PCP-Interview auf der DVD der Veröffentlichung "Resident E X.1 - Marc Acardipane Solo", das Datum 1990 auf dem Cover ist falsch (Quelle: Marc Trauner)
  • (5) - Info sowie erstellte GIF-Datei in Hebräisch von Refoyl Finkl per E-Mail
  • (6) - Martijn Mobron (DJ X-Ess) per E-Mail
  • (7) - Rick van der Westen (Pro Artist Management) per E-Mail
  • (8a) - Booklet der CD-Compilation "Frankfurt Trax Volume 2 - The House Of Techno"
  • (8b) - Gabba Nation-Website
  • (9) - Moby-Kurzbiographie aus dem Buch "Techno Lexikon" von Sven Schäfer, Jesper Schäfers und Dirk Waltmann (1998), Text der Moby-CD "Rare: The Collected B-Sides 1989-1993"
  • (10) - Interview mit Paul Elstak aus dem Buch "Thunder Magazine - A Party In Pictures 1996/1999", herausgegeben von der Stitch Company (1999)
  • (11) - Raveline-Interview mit Paul Elstak vom 1. November 1995
  • (12) - Marc Trauner (Marc Acardipane) im damaligen Hardtalkforum (mittlerweile nicht mehr online)
  • (13a) - Benutzerkommentar zur Veröffentlichung bei Discogs
  • (13b) - Beitrag von Christian Müller (XOL DOG 400/Soulman) in der Electronic Music mailing list vom 16. Oktober 1996 (die markierten Stellen gehören nicht zum Beitrag)
  • (13c) - Nordcore-Interview (Marco Hartmann und Thomas Böttcher) in der Frontpage vom März 1997
  • (13d) - XOL DOG 400, BSE DJ Team, Ad Absurdum NOT at Operation nordcore! von XOL DOG 400, 1997
  • (14a) - BestBookBuys
  • (14b) - Benutzerbeitrag im Danceforum vom 26. Juni 2003; die Stellen "Quelle: info@resident-e.net" und "ZITAT resident-e.net :" sowie die Fettformatierung wurden von mir entfernt, da anzunehmen ist, das sie vom Benutzer Dj.Burni geschrieben bzw. benutzt wurden
  • (15) - Raveline-Interview mit Marc Acardipane vom 17. Januar 2002
  • (16) - Gregor Dietz - Ein Nachruf - Der Lotse geht von Bord im Meier (ein mannheimer Stadtmagazin), 2006
  • (17) - NACHRUF: Gregor Dietz im Sub Culture Südwest, 2005
  • (18) - Rückseitencover von DJ Trons Mixtape "Fucking Harder Than The Devil Himself"
  • (19) - Rap.de-Interview mit Fast H vom 20. Mai 2006
  • (20) - Thread bei Leecher.to
  • (21) - Thread bei Leecher.to, siehe auch hier

    Generelle Quelle für Tracks, CD- und Plattencover sowie Booklet-Texte:

  • Eigene Tonträgersammlung und Discogs

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